Wanderwoche mit Thomas Koch



     

Das Zillertal, das sind 85 Gipfel über 3000m, mehr als 400 über 2000m, 80 Gletscher, zahllose Wasserfälle, Bäche und Seen, ein gutes und weites Netz an mehr oder weniger anspruchsvollen Steigen und Höhenwegen. Wer seinen ersten Besuch im Zillertal verbringt, lernt nur einen Bruchteil kennen und lässt meist noch weitere folgen. Beeindruckend sind die Kontraste zwischen dunkelgrünen Zirbenwäldern und zyklopischen Felsformationen, blumenübersäten Almwiesen und schaumweißen Bächen und Wasserfällen.  Die immer wieder kehrende Bewunderung für ein doch einmaliges Tal, bewegte mich dazu einmal eine Wanderwoche für den DAV im Zillertal zu verbringen. So machte ich mich mit 6 Mitgliedern der Sektion und 4 Gästen Ende Juni auf ins Zillertal. Erfreulich für mich war auch, das ich den jüngsten Teilnehmer dabei hatte, der je eine Wanderwoche mitgemacht hat. Der kleine Maximilian war mit seinen 2 Jahren auch schon recht gut bei Fuß, war aber auch nicht abgeneigt hier und da ein Stück auf den Schultern mancher Männer zu reiten. Nachdem ich in den letzten beiden Jahren im September vom Pech verfolgt war und meine Touren wegen Schlechtwettereinbruchs vorzeitig abbrechen musste, so war ich dieses mal guter Hoffnung nicht vom Schnee überrascht zu werden. Und wir hatten Glück. So waren unsere Touren zum Hundskehljoch (das den Übergang ins Südtiroler Ahrntal bildet), zum Rastkogel, zur Grünen-Wand Hütte, zum Friesenberghaus und Olperer Hütte, eine Almwanderung im Tuxertal oder unsere Abschlusstour zur Plauener Hütte, für alle Teilnehmer ein voller Erfolg. Unsere Tour zum Rastkogel dürfte wohl noch einige Zeit in unserer Erinnerung bleiben, denn unser Abstieg glich einer Flucht, da ein Unwetter aufzog. Wieder einmal wurde uns klar vor Augen geführt welche Kräfte in der Natur herrschen, wenn ein Gewitter mit solcher brachialer Gewalt losbricht wie an diesem Tag. Wer von solch einem Unwetter überrascht wird und keine Deckung oder Schutzhütte findet, ist in solch einer Situation nicht zu beneiden. Der Regen war so stark, das die Sicht auf wenige Meter begrenzt war. Da war der Muskelkater vom Abstieg noch das kleinere Übel.   Aber unsere herrliche Unterkunft auf einem etwas abgelegenen Bauernhof, die netten Wirtsleute und vor allem ihr 55%-iger Selbstgebrannter ließen uns die Strapazen des Tages schnell vergessen und nach dem dritten hatte auch keiner mehr Muskelkater.   So waren am Ende alle zufrieden, ich, weil wir gutes Wetter hatten und die anderen über eine geglückte Wanderwoche im immer wieder schönen Zillertal.

Thomas Koch (Wanderleiter der Sektion Sonneberg)

   

   

 
Einige Bilder zur Wanderwoche mit freundlicher Unterstützung von Thomas Koch